Kapitel 1 - Der Anwalt

Kapitel 1

1. Der Oktober 2012 ging dem Ende entgegen. Wettermässig war es ein goldener Oktober mit Temperaturen zwischen 20 und 25 Grad am Tag, jedoch auch schon mit 0 bis -5 Grad in der Nacht gewesen.

Das Jahr näherte sich seinem Ende - so wie sich jedes Jahr im Oktober dem Ende nähert.Praktisch war das Jahr so normal verrückt wie immer verlaufen, in den USA hatte es einen Erdrutsch bei den Präsidentenwahlen gegeben; erstmals in der Geschichte der USA wurde ein schwarzer Senator nach der vierjährigen Amtszeit erneut zum Präsidenten gewählt.

Barack Obama hatte sich als demokratischer Kandidat durchgesetzt.

In Deutschland regierte die schwarz-gelbe Koalition aus CDU und FDP, Guido Westerwelle von der FDP war nicht mehr der Parteiboss der FDP, er stand ständig jammernd und schmollend aussen vor.

Die EU - Osterweiterung war in vollem Umfang eingetreten, Staaten wie Polen, Ungarn, Lettland und Tschechien waren bereits unter den Schutzschirm der EU geschlüpft. Ehemalige Sowjetrepubliken wie die Ukraine oder Serbien wollten ebenfalls der EU beitreten. Russlands Präsident Putin konnte vieles nicht mehr verhindern. Iran und Lybien hatten sich von Europa abgewandt, ein Boykott der Europäer oder auch der USA traf sie nicht mehr besonders hart. Sie hatten sich wirtschaftlich schon längst an die neue Supermacht China gehängt. Die Chinesen überschwemmten die Märkte mit Billigprodukten aller Art, selbst mit Autos und Motorrädern Made in China.

Markenpiraterie war an der Tagesordnung. Das Wirtschaftswachstum in Europa näherte sich dem Ende. Immer mehr deutsche Familien gerieten in finanzielle Not. Viele Väter suchten sich Zusatzjobs, nahmen schlechtere Tätigkeiten in Kauf, verdingten sich als Leiharbeiter oder wurden auch kriminell, um die Familie durch zu bringen.

Diese wirtschaftlichen Verhältnisse waren die Grundlage für viele Geschäfte, die teilweise hart am Rande der Legalität stattfanden.Die Universitäten spuckten jedes Jahr einen neuen Jahrgang von fertigen Juristen aus, wobei der überwiegende Teil davon wohl mangels guter Abschlussnoten  niemals einen gut bezahlten Job im Staatsdienst finden würden und die sich daher fast zwangsläufig, teilweise sogar unter Inanspruchnahme von Sozialhilfe,  mit einer eigenen Kanzlei selbstständig machten.und sich dann über jeden Mandanten freuten, der zufällig den Weg in die Kanzlei gefunden hatte.

Über 154000 Rechtsanwälte / Rechtsanwältinnen waren Ende 2012 in Deutschland tätig, der Grossteil von Ihnen verdiente zum Leben zu wenig, aber zuviel zum Sterben.

Viele Anwälte lebten von der Substanz, hingen am elterlichen Unterstützungsfond. Altanwälte konnten teilweise von den in den guten Jahren angesparten Rücklagen leben.

2. Im gesamten Mittelmeerraum war jetzt im Oktober immer noch ein Superwetter. Auf Ibiza waren 2 Mann vom Quadrokopterteam aus Deutschland damit beschäftigt, im Auftrag nicht gerade unvermögender Auftraggeber Luftaufnahmen von den Ferienimmobilien zu machen. Die dafür benötigte Technik befand sich in 2 Hartschalenkoffern in der Grösse normaler Pilotenkoffer. Sie fingen gerade damit an, die Technik auszupacken und einsatzbereit zu machen. Dazu mussten sie nur die vier Propeller des Quadrokopters anbringen und die Kameraoptik mit dem Funkübertragungssystem  unter dem Quadrokopter anzubringen. Mit den Schnellschlusskupplungen war auch das kein Problem. Jetzt kam noch die vollgeladene Batterie in das Batteriefach, danach war ihr Baby startklar.

Aus dem zweiten Koffer nahmen sie das Fernsteuerungsgerät und legten es zusammen mit einem Laptop auf die geschlossene Kofferraumklappe. Der ältere des Teams, er war ca. 30 jahre alt, hing sich den Trageriemen der Fernsteuerung um den Hals und schaltete die Stromversorgung ein. Er betätigte die verschiedenen  Hebel und probierte die Funktionen des Quadrokopters aus.

Es war alles klar ! Langsam steuerte er den Quadrokopter in die Luft und ließ ihn in 5 Metern Höhe in der Luft stehen bleiben. Die Kamera übertrug das Bild sauber auf den Bildschirm des Laptops. Jetzt liess er den Kopter um die eigene Achse kreisen. Auch das funktionierte wie immer ohne Probleme.

Von unten betrachtet sah der Kopter jetzt aus wie ein fliegendes Kreuz, nur daß im Gegensatz zu einem Kreuz hier alle Arme die gleiche Länge hatten. Er steuerte den Kopter jetzt in die grösstmögliche Höhe von 150 Metern und begann den Anflug auf die Finca, die sie heute aus der Luft filmen sollten. Die Finca sollteverkauft werden und 1,2 Millionen Euro kosten, die 1500 Euro für die heutigen Luftaufnahmen konnte sich der Kunde, seines Wissens ein deutscher Notar aus München, sicherlich leisten.

Der Mann am Steuerkasten freute sich wieder einmal über seinen schönen und gutbezahlten Job.

3. In einer Kaserne im  serbischen Zagreb nahm ein junger Mann seine Entlassungspapiere von seinem Oberst entgegen. Er trug noch seine Infanterieuniform mit allen militärischen Anzeichen, die er sich in den letzten 12 Jahren erworben hatte. Und als Mitglied einer Eliteeinheit, die teilweise auch hinter den feindlichen Linien operiert hatte, konnte er einige aussergewöhnliche Orden aufweisen. Aber das war jetzt Vergangenheit. Ab 12 Uhr war er nur noch Zivilist,  der Zivilist Hauptmann a.D. Ibo Travica !

Nach der Entlassungszeremonie bestieg er den Zastava, mit dem ihn seine Schwester abholte. Nach der Begrüßung fuhren sie los.
"Was willst Du denn jetzt machen ?"
"Keine Ahnung, ich weiß es noch nicht, einen Job werde ich wohl kaum bekommen, am besten mache ich erst einmal Urlaub."
"Onkel Ilja aus Deutschland hat letzte Woche angerufen, der wollte Dich sprechen, rufe den doch einmal an, vielleicht hat er etwas für Dich."
"Ja, das mache ich, aber jetzt fahre ich erst einmal nach Hause, ich will erst einmal abschalten und ausspannen."
Sie schwieg daraufhin, denn sie wußte, was er durchgemacht hatte. Der Krieg mit der Nato war noch nicht lange her. Er dachte darüber nach, wie er seine beruflichen Fähigkeiten jetzt nach der Militärzeit zivil am besten einsetzen konnte.

Aber welcher zivile Arbeitgeber brauchte einen ehemaligen  perfekt ausgebildeten Scharfschützen und Fernmeldefachmann der serbischen Sondereinsatzkräfte ?

4. Gegen 3 Uhr in der Nacht näherte sich ein Wagen einem allein stehenden Haus im Aussenbereich der Stadt Osnabrück. Er verlangsamte das tempo, als er an die Grundstücksgrenze im Scheinwerferlicht auftauchen sah. Die Grenze war nicht zu übersehen, denn das Grundstück war von einer 7 Meter hohen Hecke aus Koniferen eingefasst, die man auch in der Dunkelheit als drohend aufragende Wand erkennen konnte. Im Licht der Scheinwerfer erkannte der Fahrer auch den neuen grünen Metallzaun, der bis zu einer Höhe von 2 Metern reichte und offenbar das Grundstück von der Aussenwelt abschirmte. Der Fahrer steuerte den Wagen, einen grünen Geländewagen älterer Bauart, langsam am Grundstück entlang, er  erreichte die Einfahrt, die auch total im Dunkeln lag. Die Zufahrt zum Grundstück war durch eine moderne stählerne Toranlage versperrt.  Die Torflügel  hingen offensichtlich links und rechts in schweren Scharnieren, die in gemauerten Pfeilern eingelassen waren.Der Fahrer fuhr jetzt noch langsamer. Es war nirgendwo, weder auf der Strasse noch hinter dem Zaun, Licht zu sehen. Plötzlich wurde der Eingangsbereich von 2 grossen Halogenscheinwerfern erhellt, offensichtlich hatte der wagen den Erfassungsbereich eines Bewegungsmelders erreicht und dadurch den Einschaltkontakt ausgelöst. Der Fahrer zog den wagen wieder nach links auf die Straße und fuhr auf dieser weiter an dem Grundstück entlang. Ungefähr 50 Meter hinter der Grundstücksecke bog er in einen Feldweg ein, der hinter das Grundstück führte.

Er fuhr so weit in den Feldweg hinein, daß man den wagen von der Strasse aus nicht mehr sehen konnte und suchte eine Stelle, um den Wagen zu wenden. Der Acker links und rechts des Weges war noch nicht gepflügt, es stand noch irgendein Grünzeug darauf, was dem Wagen mit seinen grobstolligen Reifen beim Wenden aber keine Schwierigkeiten bereitete. Jetzt stand der Wagen wieder mit der Schnauze in Richtung Straße. Der Fahrer steig aus und lauschte. Nichts war zu hören, es war totenstill. Licht war auch nirgendwo zu sehen. Er öffnete die Hecktür den Wagens und nahm 2 grössere Taschen heraus. Mit je einer Tasche links und rechts machte er sich auf den Weg zum Zaun, der das Grundstück auch zum Acker hin abschirmte. Zielstrebig strebet er auf eine bestimmte Stelle der Zaunanlage zu und setzte, als er dort angekommen war, die Taschen dort ab. Da war das Tor. Es war ca. 2 Meter breit. Mit dem Schlüssel, den er aus der rechten Jackentasche genommen hatte, schloss er das Tor auf, ging hindurch, und schloß es hinter sich wieder, allerdings ohne es wieder mit dem Schlüssel abzuschliessen.

Den Schlüssel steckte er wieder ein. Hinter dem Tor lag ein ca. 3 Meter hoher Remisenanbau, unter dem Dach standen ein grosser Wohnwagen neben einem großen Rasenmähertraktor. Das Nebentor war offensichtlich das Tor für den Traktor, Reifenspuren deuteten daraufhin, Er ging jetzt mit den beiden Taschen in Richtung Haupthaus, an der Ecke der Remise blieb er stehen um zu lauschen. Er hörte immer noch nichts. Und auch in der jetzt vor ihm liegenden grossen Altbauvilla regte sich nichts. Kein Licht, kein Ton. Seine Augen hatten sich mittlerweile an die Dunkelheit gewöhnt und er schaute nach weiteren Lampen, insbesondere aber nach weiteren Bewegungsmeldern.

Neben ihm war an der Remisenwand eine Außensteckdose angebracht, Aus der linken Tasche seiner schwarzen Jacke nahm er jetzt einen Schukostecker, den er extra zu diesem Zweck präpariert hatte. Er steckte den Stecker mit den beiden Stiften in die Löcher der Steckdose. Er hörte zwar nichts, es funkte auch nichts, er wusste aber genau, daß es in diesem Stromkreis jetzt einen Kurzschluss gegeben hatte. Hier würde kein Bewegungsmelder mehr funktionieren.  Dann ging er weiter, quer über die Rasenfläche in Richtung Seitenwand des vor ihm aufragenden Hauptgebäudes. Er fand an der Seitenwand eine weitere Aussensteckdose, auch diesen Stromkreis schaltete er mit seinem Stecker kurz.  An der Rückseite des Gebäudes befand sich eine grosse Terrassenanlage aus Holz, ca 40 % der Fläche waren als Wintergarten ausgebaut.  An der gesamten Rückwand war Kaminholz gelagert, das zum Schutz vor Regen mit einem kleinen Holzdach abgedeckt war.  Die nächsten Außensteckdosen bekamen ebenfalls die Behandlung mit dem Kurzschlußstecker. Es blieb weiterhin überall dunkel. das Haus war ganz offensichtlich leer, zur Zeit nicht bewohnt; überall waren die Rolläden vor den Fenstern. Jetzt nahm er aus der ersten Tasche den ersten der 4 mitgebrachten 5 Liter Benzinkanister und warf ihn verschlossen auf das Dach des Wintergartens. Der zweite folgte. Dann kletterte er über einen Holzstapel auf das Dach des Wintergartens, dort öffnete er beide Kanister und schüttete das Benzin so hoch wie es ging auf das alte trockene Reetdach. Wieder untern angekommen öffnete er mit einem Schlüssel die Tür zum Wintergarten und betrat mit den letzten beiden Kanistern das Innere des Wohnhauses. Einen Kanister schüttete er auf der alten Holztreppe aus, den anderen im Wohnzimmer. Zur Sicherheit stellte er noch 4 gegenüberliegende Fenster auf Kipp, so daß es zusätzlich Durchzug gab. Beide Kanister nahm er wieder mit hinaus und warf sie draußen auf das Dach des Wintergartens.

Mit einem grossen silbernen Zippo-Feuerzeug entzündete er dann das Benzin am Boden und das benzingetränkte Reetdach. Langsam, dann aber immer schneller werdend begannen die Flammen ihre alles vernichtende Arbeit.

Das Wintergartendach  sowie Teile des Haupthauses standen schon lichterloh in Flammen, als der Fahrer mit seinem Geländewagen aus dem kleinen Feldweg wieder auf die Landstraße einbog. Erst jetzt schaltete er das Abblendlicht wieder ein und beschleunigte den Wagen. Hinter ihm wurde das Feuer, das sich jetzt bereits auf das gesamte Haupthaus ausgedehnt hatte, immer noch von der hohen Koniferenhecke zur Strasse hin abgeschirmt. Da aber sowieso um diese nächtliche Zeit niemand  hier auf der Landstraße unterwegs war und die nächsten Nachbarn ca. 1,2 Kilometer entfernt wohnten bemerkte das Feuer niemand und das Gebäude brannte total aus.

Erst nach 148 Minuten kam ein Frühaufsteher, der seinen Dienst in der Frühschicht in seiner Fabrik in Osnabrück pünktlich antreten wollte, auf der Strasse angefahren. Er sah den Glutschein von der Strasse aus, viel schlimmer war aber der Brandgeruch, der sich bis zur Strasse ausgebreitet hatte.  Über sein handy rief der Frühaufsteher die Feuerwehr, die aber auch nichts mehr retten konnte. Der eine tankwagen, den sie mitgebracht hatte, wurde nur noch dafür eingesetzt, die ebenfalls reetgedeckte Remise zu retten. Vom Haupthaus standen nur noch die Aussenmauern, die Inneneinrichtung war durch die herabstürzenden brennenden Dachteile ebenfalls total zerstört worden.Die Hitzeentwicklung hatte selbst das Sicherheitsglas des Wintergartens und der Fenster zum schmelzen gebracht.

Zu diesem Zeitpunkt hielt der Geländewagen auf einer Brücke und der Fahrer warf 1 grosse Tasche, in der er vorher seine Schuhe, seine Jacke und sonstiges bei diesem Einsatz verwendetes Material verstaut hatte,
in den unter der Brücke hindurchfliessenden Fluß.

1o Minuten später parkte er den Geländewagen auf dem Parkplatz  und stieg dort in sein silbernes Daimler-Sportcabrio um. Weitere 12 Minuten später betrat er seine eigene Wohnung und gönnte sich dort einen guten alten Cognac. In Gedanken gratulierte er sich dabei zu dem gelungenen Einsatz.

5. Die Feuerwehr war noch am Brandort, die Polizei war auch mit 2 Kollegen vor Ort vertreten, aber sie waren machtlos, das Feuer hatte ganze Arbeit geleistet.
"Personen haben wir nicht gefunden - offenbar stand das Haus leer." meinte der Hauptbrandmeister zum Streifenführer der Polizei.
"Vielleicht war es ein technischer Defekt - vielleicht ein Kurzschluss, diese alten Dinger brennen ja wie Teufel, wenn es einmal gefunkt hat." meinte er weiter.
"Wir melden es den Kollegen, sollen die sich das morgen mal ansehen, für uns ist hier der Fall erledigt." antwortete der Polizist.
Um 5.30 Uhr rückten die Beamten ab. Um 8.30 Uhr war die Poliei wieder vor Ort, diesmal vertreten durch den Kommissar Lunder vom KK 9, dem Fachkommissariat für Brandstiftungen. Er steifelte in schweren Gummistiefeln durch die Brandruine und schaute sich um. An einigen Stellen qualmte es noch, offene Flammen waren aber nicht mehr zu sehen.

KK Lunder wartete auf den Spezialisten der Feuerwehr. Brandstiftung, ja oder nein, man würde auf jeden Fall eine Untersuchung einleiten müssen. Sein Telefon klingelte. Am anderen Ende war seine junge Kollegin Kommissarin Monika Winter.
"Ich habe den Eigentümer des Hauses rausgesucht Es ist ein Notar Steinhövel.." teilte sie ihm mit."Wollen Sie seine Nummer haben ?"
"Ja, ich rufe den dann gleich mal an."
Sie gab ihm die Nummer.
"Unsere Leute fahren jetzt los." Sie legte dann auf. KK Lunder war erst einmal zufrieden, seine Brandexperten würden sich alles ansehen, dann würde man weitersehen. Er wählte  die Nummer des Notars Steinhövel, erreichte dort aber nur den Bürovorsteher.
"Unser Senior ist nicht in der Kanzlei, der Junior ist in Berlin, sie müssten schon den Senior privat anrufen. Soll ich Ihnen die Nummer geben ? "
"Nein, Rufen Sie Ihren Chef an, er soll rauskommen, wir sind noch ca. 3 Stunden am Brandort." antwortete KK Lunder.

Um 11 Uhr fuhr der dunkelblaue Jaguar XJ4.2 durch das von der Feuerwehr aufgebrochene Tor auf das Grundstück. Am Steuer saß eine ca. 40jährige Blondine, auf dem Beifahrersitz saß der alte weißhaarige Notar. Er blickte erschüttert auf das, was einmal sein Wohnhaus gewesen war. Die Frau stieg aus und ging auf Kommissar Lunder zu.
"Guten tag, ich bin Andrea Steinhövel, die Schwiegertochter."
Lunder stellte sich ebenfalls vor.
"Schonen Sie bitte meinen Schwiegervater, er ist gesundheitlich schon angeschlagen. Was ist denn überhaupt passiert ?"
"Holen Sie doch bitte Ihren Schwiegervater dazu, dann brauche ich nicht alles doppelt zu erzählen."
Sie holte den Senior Steinhövel zu dem Gespräch hinzu. Nach der Vorstellung kam KK Lunder zur Sache.
"Warum stand das haus leer ? Wann waren Sie zuletzt hier?" fragte er den Senior Steinhövel.
"Ich war einige Tage bei meiner Schwiegertochter und den Enkelkindern zu Besuch, weil meine Haushälterin zu einer Beerdigung nach Bayern gefahren ist und ich nicht allein bleiben wollte; vorgestern waren wir noch hier, da war hier noch alles in Ordnung."
"Unsere Brandexperten untersuchen das hier jetzt alles, vielleicht finden wir den Grund für den Brand. Ich nehme an, daß hier alles versichert ist ?" fragte KK Lunder den Senior Steinhövel.
"Sicherlich, unsere Häuser sind selbstverständlich alle versichert." antwortete dieser.
"Das wäre es dann von meiner Seite für`s erste, ich melde mich dann wieder bei Ihnen, wenn Sie mir dann bitte die Adresse geben, unter der ich Sie erreichen kann ?"
"Ich gabe Ihnen hier meine Karte, da steht alles drauf. Wir werden jetzt wohl erst einmal einige Sachen neu kaufen müssen, hier ist ja alles verbrannt." antwortete die junge Frau dem Kommissar. Mit diesen Worten reichte Sie dem Kommissar eine Visitenkarte, sie verabschiedeten sich und gingen wieder zum Jaguar. Sie half dem Senior in den Wagen und schloß behutsam die Tür. Dann stieg sie selbst ein, startete und lenkte den Wagen gekonnt vom Hof.
Im Wagen sprachen Sie über den Schaden und die Folgen.
"Paul, Du musst dann wohl erst einmal weiter bei uns bleiben und im Gästezimmer wohnen. das Haus ist ja jetzt nur noch eine Ruine und unbewohnbar. Und zelten willst Du hier ja wohl nicht, oder ?"
"Ja, da läuft erst einmal nichts mehr, ehe das wieder aufgebaut ist liege ich bestimmt schon unter dem Torf."
antwortete Paul Steinhövel.
"Nein, bestimmt nicht, sei mal nicht so pessimistisch, wir finden schon eine Lösung.." meinte sie zu ihm."Wo soll ich denn jetzt hinfahren, zur Wohung oder erst einmal in die Kanzlei?"
"Fahre erst einmal in die Kanzlei, wir müssen ja auch Peter in Berlin anrufen, das machen wir dann von dort aus."
Seine Schwiegertochter lenkte den Wagen in Richtung City.

6.























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